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"Fremd bin ich eingezogen
fremd zieh ich wieder aus,
der Mai war mir gewogen
mit manchem Blumenstrauß..."
Das vielleicht "größte Werk des Liedgesangs" (so schreibt ein Liedführer und so
kann man selbst auch empfinden) steht wieder auf dem Programm von LiedKunst
KunstLied.
Die wunderbaren Gedichte von Wilhelm Müller, die so einfühlsam das Innenleben
des Wanderers beschreiben und zum Ausdruck bringen haben wohl auch Franz
Schubert zu seinem "Strauß schauerlicher Lieder" angeregt. Mit den Worten
"Strauß schauerlicher Lieder" hatte er selbst dieses Werk seinen Freunden
angekündigt und ihnen dann vorgetragen. Sie müssen, folgt man den
zeitgenössischen Schilderungen, zutiefst beeindruckt und betroffen gewesen sein
von den Liedern, von der düsteren Stimmung... Das war man nicht gewöhnt.
Aber es ist ja nicht wirklich nur eine düstere Stimmung, denkt man an das Lied
von den Nebensonnen, an den Wegweiser und viele andere Lieder, in denen die
typisch Schubert'schen Modulationen von einer Tonart zu anderen auftreten, von
Moll zu Dur und die Hoffnung aufblitzen lassen, die dennoch in der Wanderung
vorhanden ist. In der diesjährigen
Aufführung der Winterreise haben wir mit dem Bassisten Cornelius Hauptmann einen
Interpreten finden können, der nicht nur dem Stuttgarter Publikum bestens
bekannt ist, sondern zudem ein so versierter Liedsänger ist, dass man sich nur
auf diesem Abend freuen kann. Die
Einführung durch Schülerinnen und Schüler des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums wird
dazu noch eine besondere Note in das Konzert bringen. Einmal durch die sicher
spannende und frische Erläuterung dieses großen Werkes und zum Anderen durch die
Anwesenheit von vielen jungen Zuhörern, die einem Liedkonzert immer eine ganz
intensive Stimmung gibt.
Seien wir also gespannt auf diese
"Winterreise", auf das Zusammenspiel von Klavier und Gesang, von Elisabeth Föll
und Cornelius Hauptmann und auf den immer wieder neu bewegenden und tief
berührenden Franz Schubert. |