©J. L. Daire

Christoph Sökler
studierte erst Musikwissenschaften, Literaturwissenschaften und Philosophie, bevor er sich ganz dem Gesang widmete, zunächst an der Musikhochschule Karlsruhe, später auch an Hochschulen in Leipzig, Berlin und London. Zu seinen Lehrern gehören Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf, das Liedduo Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, Rudolf Piernay, Hans-Joachim Beyer und Roland Hermann. Er war Stipendiat international renommierter Stiftungen wie der Jütting-Sitftung Stendal, der Villa Musica Mainz, der Académie Musicale de Villecroze, der Young Songmakers in London oder der Kunststiftung Baden-Württemberg.

2003 wurde er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er seither in zahlreichen Rollen des Bariton-Fachs zu erleben war, u. a. als Schaunard in La Bohème, als Graf Eberbach in Der Wildschütz, als Apollo in Monteverdis L'Orfeo, als Osmin in Zaide oder als Listandre in der Uraufführung von Pastorale von Gérard Pesson. Er hat dabei mit Regisseuren wie Jossi Wieler und Sergio Morabito, Nigel Lowery, Calixto Bieito, Joachim Schlömer und Markus Bothe zusammengearbeitet.

Auf dem Konzertpodium ist Christoph Sökler mit einem weit gespannten Repertoire, das von Heinrich Schütz bis zur zeitgenössischen Musik reicht und sowohl deutsche und französische, als auch englische, italienische und russische Literatur umfasst, in Deutschland, Frankreich und weiten Teilen Europas zu hören gewesen. Er hat in Oper und Konzert unter der musikalischen Leitung von Dirigenten wie Constantinos Carydis, Hans Zender, Enrique Mazzola, Jean-Claude Malgoire, Kwamé Ryan, Lothar Zagrosek, Christoph Prick und Niccolà Luisotti gesungen und u. a. Stücke von Ulrich Süße, Werner Müller-Grimmel und Ralf Gothòni uraufgeführt.

Neben dem Kernrepertoire des klassischen Liederabends sucht er immer wieder nach dramaturgisch interessanten Programmen und nach ungewöhnlichen Möglichkeiten der musikalischen und szenischen Präsentation von Liedern. So war er Teil des Hugo-Wolf-Projekts, einer Arbeit des Berliner Choreographen Hans-Werner Klohe, die nach ihrer Uraufführung in Berlin u. a. zur euroszene Leipzig und nach Madrid eingeladen wurde.

Zahlreiche Aufnahmen sowohl auf CD als auch für Funk und Fernsehen dokumentieren Christoph Söklers Arbeit.

 
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